Baguette du jour

Mittwoch, November 29, 2006

Die grosse Pruefungsangst

...ist bei mir noch nicht ausgebrochen und jegliche ausserschulische sportliche Aktivitaeten werden daher gern mitgenommen.
So veranstaltete PopUp, eine der vielen associations der ESC (wer mehr darueber wissen moechte, schaut sich am besten mal die Kommentare zum letzten Blogeintrag an), am Montag eine LAN-Party zum CounterStrike zocken. Ausser mir waren noch andere blutige Anfaenger dabei, so dass es nach einigen Anfangsschwierigkeiten dann doch irgendwann geklappt hat und ich beim Spielen die Zeit und damit den letzten Bus um halb eins vergessen habe.
Heute war zwei Deutschen und zwei Spaniern zusammen beim Indoor-Klettern. Toller Sport, macht richtig Laune und wird morgen sicherlich wahnsinnig in den Armen und Fingern wehtun. Kann ich in jedem Fall weiterempfehlen!
Nicht zu vergessen bleibt der letzte Sonntag, an dem eine kleine Gruppe von ESC-Studenten, bestehend aus zwei PeruanerInnen, zwei MexikanerInnen, zwei Franzosen und zwei Deutschen, zum Mittelalterschloss nach Fougères aufgebrochen. Mit meiner hochgeladenen Fotostory dazu ist leider nicht vorm Wochenende zu rechnen, dafuer diese Pics als Vorgeschmack und vor allem fuer die Spanisch-interessierten unter euch eine klitzekleine sehenswerte Bilderzusammenstellung von Luis Miguel (Mexiko).

Morgen frueh werde ich mit Karl, Mico und Elina ins Loire-Tal aufbrechen und da bis Samstag bleiben, daher bis dahin wohl auch Funkstille von mir aus hier...
Bis dahin salut et bonne semaine!

Montag, November 27, 2006

Wettkampf

Die vergangene Woche stand ganz im Sinne des Wortes "competition", da sich in diesem Zeitraum jedes Jahr in jeweils zwei Kategorien (Sport-Association und Studenten-Association) zwei Mannschaften um den einen moeglichen Listenplatz der jeweiligen Association streiten. Das geschieht sehr zur Freude der uebrigen Studenten, da sich diese équipes mit der Organisation kostenloser Parties, Kabarettveranstaltungen, dem kostenlosen Ausgeben von Essen und Getraenken und dem Bereitstellen unzaehliger Playstations zum Zocken in der Schule hervorzuheben versuchen. Bei diesem Angebot bekommt das Wort "studieren" an der ESC gleich eine ganz andere Bedeutung, wenn man Zuckerwatte schleckend und vollgefuttert FIFA 2004 im Foyer spielt und sich danach nur kurz zuhause sehen laesst um sich auf den kostenlosen Diskoabend mit Open-Bar vorbereitet. Leider hatte ich meine Kamera nur einen Tag dabei und kann deshalb nicht viele Bilder posten.
Bei so viel Ablenkung war lernen leider nur bedingt moeglich und musste auf die kommenden Wochen verschoben werden. Allerdings beginnen unsere Pruefungen ja schon am 4. Dezember und die schludrige Zeit hat bald ein Ende...

Samstag, November 18, 2006

Neues aus Gallien!

Leute ich habe Astérix wiederentdeckt! Allerdings in franzoesisch und mit accent, dafuer beinahe noch lustiger und in der ersten Folge "Astérix le Gaulois" (jetzt wisst ihr auch woher diese Kippen ihren Namen haben) vor mir auf dem Tisch liegend. Es wird sicherlich auch nicht die letzte Folge sein, ueber die ich mich kaputtlachen koennte, denn seit heute bin im Besitz eines Bibliotheksausweises und es warten da noch einige Baende auf mich. Ueberhaupt sind Comics (hier "BDs" also "bandes desinées" genannt) in Frankreich sehr beliebt bei jung und alt.

Ausser Bildung stand auch noch Sport in meinem Wochenplan. Gestern wurde ein Fußballturier vom bureau de sport der Schule veranstaltet und ich gehoerte zu einem franzoesisch/amerikanisch/deutschen Team, das am Ende sogar den zweiten Platz belegte. Teilgenommen hatten 15 Mannschaften und es wurde auf Kunstrasen in der Halle gespielt. Einige Teams namen es fuer meine Begriffe von Anfang an zu ernst, so dass mich gleich freiwillig ins Tor gestellt habe. Vielleicht war das auch die beste Loesung fuer das Team denn ich konnte von hinten heraus das Spiel dirigieren und Fluchen so wie ichs gewoehnt bin, zur Belustigung der Zuschauer mittlerweile sogar in drei Sprachen...

Dienstag, November 14, 2006

Die weisse Stadt

Nein, diesmal besteht kein Zusammenhang zum Werk von Tolkien (thanx Benne nochmal fuer den comment, ich wusste das gar nicht), sondern meine ganz eigene visuelle Interpretation der Innenstadt von Nantes.
Um also die von mir zuletzt verfassten Hiroglyphen verstaendlich zu machen, hier der kleine Reisebericht wieder in Bildern...

Sonntag, November 12, 2006

Ab in den Sueden!

Nach dem ersten mal nach Montalivet zum week-end intégration ging es fuer mich am vergangenen Freitag zum zweiten mal gen Sueden, diesmal jedoch ins nur zwei Busstunden entfernte Nantes. Eingeladen hatte mich Frauke, die gerade in Nantes ihr Erasmus-Jahr absolviert. Dort angekommen, hab ich gleich ne Menge lustige Leute kennengelernt, Franzosen wie auch andere Austauschstudenten und wir waren noch am Abend bis etwa um drei unterwegs. Bemerkenswert an den Nantaiser Erasmus-Leuten ist, dass sie sich alle auf französisch unterhalten - also voellig ungewoehnlich fuer einen wie mich, der sonst nur mit Franzosen diese Moeglichkeit hat weil alle anderen an der ESC englisch miteinander sprechen. Dazu kommt, dass ich nicht wie Frauke ausnahmslos meine Kurse in Franzoesisch habe, was auch für meine Sprachfortschritte sicher besser waere. Nachdem ich Sonnabend neiderfuellt ihre Wohnung bewundern durfte (liegt zwar etwas außerhalb vom Zentrum, aber die Ausstattung ist im Vergleich zu meiner um einiges besser) haben wir uns die Stadt noch bis zu meiner Zugabfahrt um halb sieben genauer angeschaut. Die Fotos dazu folgen spaeter, aber schonmal vorweg: Nantes ist mit etwa 500.000 Leuten einiges größer als Rennes und der Baustil ist größtenteils ein anderer. Die Stadt ist auf jeden Fall sehr schön, wenn sie auch Rennes nicht das Wasser reichen kann :-) , j'uis désolé Frauke, mais c'est ça!
Nach meiner Ankunft in Rennes bin ich denn gleich weitergefahren zu Jean-Pierre, um mir zusammen mit ein paar Franzosen das Rugby-Spiel Frankreich - Neuseeland anzuschauen. Dieses mit Spannung erwartete Spiel der ambitionierten équipe gegen die All Blacks, die im Moment beste Mannschaft der Welt, erfreute sich in der ersten Haelfte auch reger Betriebsamkeit mit vielen Diskussionen vor der Glotze. Als dann die Franzosen aber immer mehr untergegangen sind und am Ende regelrecht ueberrollt wurden (Endstand 47 - 3 !!), sass ich fast allein da, da die anderen Franzosen nach und nach laut schimpfend das Zimmer verliessen. Nach Spiel war Party angesagt, bei nem Englaender namens Will traf sich beaucoup de monde und es wurde laut fanzoesisch/englisch/spanisch/deutsch/etc. gefeiert bis ich dann etwa wieder gegen drei ins Bettchen fallen konnte. So muss ein Wochenende sein: stressig aber schoen!
Une belle semaine à vous!

Rueckblick

Oha, da klafft ja doch nachrichtenmaessig ein gewaltiges Loch wenn ich mir das Datum meines letzten Eintrags anschaue... Grund genug, die vergangene Woche noch einmal passer en revue zu lassen. Angefangen hatte sie mit einem recht ansehnlichen Test-Ergebnis in Französisch - denn ich lag mit 85% ganz vorn in meiner Gruppe. An das Benotungssystem hab ich mich immer noch nicht gewöhnt, um nicht durchzufallen (F) braucht man 30% und für ein A ueber 70%. Mein Ergebnis will ich trotzdem nicht ueberbewerten, da ich sicherlich seit meiner Ankunft viel mehr fuer die Sprache gemacht habe als die meisten anderen Austauschstudenten und ich manchmal schon gern mehr gefordert waere. Ich hoffe sehr, dass ich im naechsten Semester in einen hoeheren Kurs gesteckt werde.
Am Dienstag dann war der Termin der Belegabgabe fuer unser "Fundamentals of Finance"-Projekt. Das Thema war an sich nicht schwer, nur ist so gut wie jede Gruppenarbeit mit mehr als einer vertretenen Nationalität immer eine Herausforderung. Diesmal jedoch bildeten Mathilde, Jean-Pierre, Anne-Caroline (alle Franzosen), Karina (Deutsch/Brasilianerin) und Gunnar ein lustiges und gutes Team, welches seine Zusammenarbeit am Donnerstag mit einem Drei-Gänge-Menü bei besagter Ann-Caro ausklingen ließ. Und ich hoffe sehr dass sich meine Essgewohnheiten irgendwann einmal an die hiesigen anpassen werden, denn solche Berge von Essen schafft man einfach nicht wenn man gewohnt ist, so wie ich mehr zu schlingen statt zu essen.
Bemerkenswert war in dieser Woche dann nur noch ein Vorkommnis: das Seminar "Marketing in Action" wurde diesmal nicht wie gewohnt von einer Dame mit starkem Akzent, sondern von einem echten Briten vermittelt. Dieser war zwar fordernd, dafuer aber meiner Meinung nach sehr lustig und kompetent und genau der Richtige, um einerseits das Thema "Pester Power" zu naeher zu bringen und andererseits "richtiges" Englisch zu sprechen. Denn wie bereits erwaehnt sind die Franzosen zumindest noch im zweiten Jahr an der Schule nicht sehr gut in Englisch und native speakers in jedem Fall besser fuer die Sprache. Aber der Herr wurde quasi durch Nichtbeachtung herauskomplimentiert, denn absolut niemand schenkte seinen Ausfuehrungen Beachtung und ein absolut peinliches fruehzeitiges Ende folgte durch ein "I give it up!". Die Franzosen haben generell immer viel zu Tuscheln aber diese Stunde setzte allem die Krone auf! Manchmal stimmt auch der (Gegen-) spruch von monsieur Asterix: Die spinnen, die Gallier!

Sonntag, November 05, 2006

Kultur mal anders

Bonsoir les gens! Da an diesem Wochenende außerplanmäßig mal kein Ausflug anstand, hab ich die Gelegenheit genutzt, zusammen mit ein paar Freunden die einzige Sauna in Rennes zu und außerdem den 18. Rennaiser Salon des Vins et de la Gastronomie zu besuchen.
Und was ich nur raten kann: wer jemals eine Sauna wie die im Platschbad zu Oschatz besucht hat oder gar wie unser Kumpel Miko aus Finnland kommt, sollte sich hier keine Sauna antun! Für schlappe 8,55 Euros (!!!) standen zwei spartanisch eingerichtete Hütten bereit, in denen es für vier Leute recht eng wurde. Umkleiden und Duschen haben mich an bisschen an die alten Sporthallenräume in Dresden erinnert, kurzum, es war nicht besonders. Auch das außer uns nur zwei weitere Leute am Freitag abend da waren, zeigt wie wie hoch hier der Stellenwert ist.
Mehr los war da schon am Sonnabend beim Weinsalon, bei der an über 60 Ständen Getränke und Speisen aus ganz Frankreich zu besichtigen und zu kosten waren. Zum Glück hatten Karl und ich zwei französische "Fremdenführer" mit, die uns so einiges erklärt haben. Die Preise waren mal wieder verdammt happig aber wir haben uns ordentlich durchgefuttert. Ich musste feststellen, dass ich nicht zum Weinkennner tauge, da ich weder die bereitgestellten Spucknäpfe benutzt habe noch einen Bordeaux von einem Bourgogne oder Vallée du Rhône unterscheiden konnte. Aber warum auch 10 Euro für eine Flasche Roten bezahlen, wenns' den Cidre für 1,69 im Laden um die Ecke gibt?
Ansonsten bleibt nur noch zu berichten, das Olympique Lyon zum ersten mal in der Ligue 1 verloren hat - und zwar gegen, naaaa, Rouge-et-noir natürlich, gegen Stade Rennes, gestern hier im Stadion nebenan. Und ich hätts so gern gesehen!
Une bonne semaine à vous, et à bientôt!

Freitag, November 03, 2006

La capitale in Bildern

Nach schweißtreibenden 2 Tagen, die von meinen kostbaren Ferien geopfert wurden, hab ich nun endlich ein internetfähiges System in meiner Wohnung, das mir außerdem erlaubt, euch wieder mit Umlauten und S-Zetts zu bombardieren.
Im Moment sind hier noch die Toussaints - die Allerheiligen-Ferien - im Gange, doch am Montag ist wieder Schule angesagt. Dann dürfte Rennes wieder als normal bevölkert gelten, denn in dieser Woche hat man die Stadt beinahe ausgestorben gesehen. Ist allerdings kein Wunder, denn so gut wie alle Studenten, die ich hier kennengelernt habe, sind nachhause oder in den Urlaub gefahren. Rennes ist halt NUR eine Studentenstadt.
Bleibt halt mehr Zeit für Hausaufgaben und das bearbeiten von Fotos - die von Paris könnt ihr euch hier anschauen.