Rueckblick
Oha, da klafft ja doch nachrichtenmaessig ein gewaltiges Loch wenn ich mir das Datum meines letzten Eintrags anschaue... Grund genug, die vergangene Woche noch einmal passer en revue zu lassen. Angefangen hatte sie mit einem recht ansehnlichen Test-Ergebnis in Französisch - denn ich lag mit 85% ganz vorn in meiner Gruppe. An das Benotungssystem hab ich mich immer noch nicht gewöhnt, um nicht durchzufallen (F) braucht man 30% und für ein A ueber 70%. Mein Ergebnis will ich trotzdem nicht ueberbewerten, da ich sicherlich seit meiner Ankunft viel mehr fuer die Sprache gemacht habe als die meisten anderen Austauschstudenten und ich manchmal schon gern mehr gefordert waere. Ich hoffe sehr, dass ich im naechsten Semester in einen hoeheren Kurs gesteckt werde.
Am Dienstag dann war der Termin der Belegabgabe fuer unser "Fundamentals of Finance"-Projekt. Das Thema war an sich nicht schwer, nur ist so gut wie jede Gruppenarbeit mit mehr als einer vertretenen Nationalität immer eine Herausforderung. Diesmal jedoch bildeten Mathilde, Jean-Pierre, Anne-Caroline (alle Franzosen), Karina (Deutsch/Brasilianerin) und Gunnar ein lustiges und gutes Team, welches seine Zusammenarbeit am Donnerstag mit einem Drei-Gänge-Menü bei besagter Ann-Caro ausklingen ließ. Und ich hoffe sehr dass sich meine Essgewohnheiten irgendwann einmal an die hiesigen anpassen werden, denn solche Berge von Essen schafft man einfach nicht wenn man gewohnt ist, so wie ich mehr zu schlingen statt zu essen.
Bemerkenswert war in dieser Woche dann nur noch ein Vorkommnis: das Seminar "Marketing in Action" wurde diesmal nicht wie gewohnt von einer Dame mit starkem Akzent, sondern von einem echten Briten vermittelt. Dieser war zwar fordernd, dafuer aber meiner Meinung nach sehr lustig und kompetent und genau der Richtige, um einerseits das Thema "Pester Power" zu naeher zu bringen und andererseits "richtiges" Englisch zu sprechen. Denn wie bereits erwaehnt sind die Franzosen zumindest noch im zweiten Jahr an der Schule nicht sehr gut in Englisch und native speakers in jedem Fall besser fuer die Sprache. Aber der Herr wurde quasi durch Nichtbeachtung herauskomplimentiert, denn absolut niemand schenkte seinen Ausfuehrungen Beachtung und ein absolut peinliches fruehzeitiges Ende folgte durch ein "I give it up!". Die Franzosen haben generell immer viel zu Tuscheln aber diese Stunde setzte allem die Krone auf! Manchmal stimmt auch der (Gegen-) spruch von monsieur Asterix: Die spinnen, die Gallier!


2 Comments:
1. Angesichts meines sehr begrenzten Wortschatzes der englischen Sprache und dem Kontext haettest du merken muessen, dass mit "richtiges Englisch" eher die Aussprache eines Muttersprachlers gemeint war. Man sollte an einer englischen Business-School erwarten, dass nicht mit grauenhauftem Akzent unterrichtet wird, vor allem da gerade viele Franzosen hier noch viel Nachholebedarf haben und du weißt selbst wie stark man von der Aussprache des Dozenten beeinflusst wird, wenn man selbst die Sprache noch von klein auf lernt.
2. Na da spricht doch wahrhaftig ein Lehrer in spé zu uns! Das Argument, was von vielen Lehrkraeften in solchen Faellen verwendet wird, ist "Naja, es ist ja ihr Geld!" (ca 7000€ pro Jahr fuer Nicht-Erasmusler).
Ok ok Falk ich hätte auch so schon verstanden, ein Post haette gereicht :-)
ich meinte mit "Akzent" viel mehr "Aussprache mit fremdsprachlichem Einfluss", also zB Englisch mit franzoesischem Akzent und so weiter.
Meiner Ansicht nach lernt man den Klang einer Sprache viel besser und schneller, wenn man sie von Muttersprachlern gelehrt bekommt, ganz gleich ob dann "verhalten" an der Tafel mit oder ohne "u" steht, das ist ne andere Geschichte. Und wenn man diesen Klang einmal versteht, faellt jede Kommunikation leichter.
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